| Ökonomenbeschimpfung Das
Meiste von dem, was etablierte Ökonomen in den letzten 80 Jahren
Copyright: Eugen Maria Schulak Zunehmend spricht es sich herum
– und man hört es schon an allen Ecken – dass Schulden-Machen,
gefolgt von hastigem Konsumieren, wohl niemandem zu nachhaltigem Wohlstand
verhilft. Bald werden dies auch die Dümmsten begriffen haben, denn durch
Schaden wird man klug. Die Klügeren munkeln, dass
die maßlose Überschuldung des öffentlichen wie des privaten
Sektors ein politisches Programm war, das von staatlich finanzierten
Ökonomen wissenschaftlich legitimiert wurde. Wenn die Klügeren
das den Dümmsten – also jenen, die jetzt durch Schaden klug
werden – plausibel erklären können, dann ist Feuer am
Dach. Vielleicht kann man auch sagen:
Die Wissenschaft der Ökonomie ist die verhurteste akademische Disziplin,
die es derzeit gibt. Hier bleibt selbst die Philosophie auf der Strecke.
Denn das Meiste von dem, was etablierte Ökonomen in den letzten
80 Jahren lieferten, war nichts anderes als ein Handlangerdienst zu
Gunsten einer beliebig austauschbaren Macht. Diese hat es immer schon
verstanden, Menschen mit Hilfe von Gewalt für ihre Zwecke auszubeuten,
regelmäßig um ihre Ersparnisse zu bringen und notfalls in
Kriege zu hetzen. Doch selbst ihren Herren und Meistern
gegenüber bewiesen sie Illoyalität. Weitgehend ungebremst
haben sie ihre jeweiligen Regierungen an die Wand fahren lassen. Freilich
könnte es auch sein, dass besagte Ökonomen schlichtweg nicht
verstanden haben, was sie tun. In jedem Fall müsste dies aber ihre
fristlose Entlassung nach sich ziehen. Denn falls es eine Revolution
geben sollte, könnten dies den Regierenden den Kopf kosten. |